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MTB-Touren im Westen von Bosnien und Herzegowina

Unser Schwerpunkt bei Mountainbike-Touren liegt im Westen von Bosnien und Herzegowina. Dabei handelt es sich um Dinarische Alpen, die sich von Slowenien bis Albanien erstrecken. Diese Gegend und die einzelnen Berge sind für sich einzeln und in der Gesamtheit sehr spezifisch. Das, was Sie hier zu sehen bekommen, ist anders – so viel ist sicher. Kraška polja sind Karstverebnungen in den Dinarischen Alpen. Sie sind ein geologisches Phänomen und ermöglichen vielen Tieren und Pflanzen ein Zuhause. Mit dem Bike unterwegs werden sie ihre Schönheit voll und ganz geniessen können. Grund: In dieser Gegend gibt es ausser uns nur ein paar Schafhirten, der ganze Berg gehört nur Ihnen. Das ist die absolute Ruhe, die nur vom Pfeiffen der Winde aus dem Landesinneren und von der Adria unterbrochen wird.

Wir können unsere Bike-Touren als ein- oder mehrtägige Ausflüge organisieren. Wer zum Beispiel mehr Abwechslung will, macht eintägige Touren und etwas anderem dazwischen.

Unser Vorschlag für eine mehrtägige Tour:

Tag 1

Der Tag beginnt im Nationalpark Una mit einer langsamen Einfahrt von Gorjevac bis Štrbački buk. Auf Gorjevac biegen wir auf die Waldstrasse und kommen in den Nationalpark. Der Aufstieg folgt einer guten Schotterstrasse mit vielen Kurven durch einen bunten, dichten Wald. Danach folgt die Abfahrt nach Štrbački buk. Dort trifft man einen kraftvollen Strom, der aus einer Höhe von 24 m fällt. Una ist grün-blau mit vielen tiefen, der Fluss schäumt richtiggehend, wenn er sich den Weg durch die Steine bahnt. Mit etwas Glück treffen wir die Rafting-Jungs und sehen, wie sie die wilden Gewässer meistern. Die Fahrt führt weiter nach Kulen Vakuf und Martin Brod, wo das Mittagessen wartet. Zum Schluss ein längerer Aufstieg Richtung Vrtoče und Seosko imanje Čardaklije.

Štrbački Buk

Štrbački Buk

Tag 2

Am zweiten Tag kann das MTB-Abenteuer in Bosanskog Petrovac  beginnen. Von dort aus bietet sich der Aufstieg auf den 1962m hohen Klekovača. Je nach Lust und Laune kann man die Fahrt schon in Bosanski Petrovac (Asphaltstrasse) beginnen oder mit dem Auto bis nach Oštrelj fahren und von dort bei Titos Zug Proleterka starten. Wie auch immer – ab Oštrelj folgen wir der ehemaligen Schmalspur-Bahnlinie und steigen langsam Richtung Klekovača. Die Unterlage dabei ist zuerst eine gute Schotterstrasse, die aber bei den berühmten Spitzkehren immer anspruchsvoller wird. 3 km vor dem Gipfel lichtet sich der Wald und geht über in den Alpen-Wacholder (kleka) –dem Namensgeber des Berges. Der Aufstieg aus Richtung Pasijak führt zuerst auf der Asphaltstrasse, die sich allmählich in eine Schoterstrasse verwandelt. So gelangen wir zu den Spitzkehren. Die Abfahrt von der Klekovača-Spitze führt entweder nach Oštrelj oder Pasijak.

Tag 3

Am dritten Tag fahren wir zum Šator-Gebirge. Wir starten in Karstverebnungen (Kraška polja) unterhalb vom Gebirge auf rund 800 m ü M. Der Aufstieg beginnt auf Asphalt und geht in eine Naturstrasse über. Je weiter, desto anspruchsvoller wird er. Der Mischwald besteht aus hundertjährigen Buchen und Nadelbäumen, die speziell geschützt sind. Nach 700 Meter Aufstieg kommen wir zu Šatorsko see auf 1500 m. Hier machen wir Pause. Danach folgt der Hardcore-Aufstieg zu Fuss mit dem Bike auf dem Rücken – ganze 400 Höhenmeter. Wer den Gipfel erreicht, wird durch eine fantastische Panorama entschädigt. Wirklich gute Abfahrer können schon hier starten. Alle anderen steigen zuerst zu Fuss ab.

Der Weg zum Šator See

Der Weg zum Šator See

 

Danach gibt es zwei Varianten:

1. Schotterunterlage bis zum Dorf Preodac, wo eine Menge kristallklare Bach-Quellen auf uns warten. Diese entspringen dem Satorsee und bilden später den Fluss Unac. Der Weg führt grösstenteils durch den Wald. Dabei erblicken wir immer wieder die Karstverebnungen. Länge: 80 km, Aufstieg: 2000 Höhenmeter, Ganztages-Tour.

2. Auf der Schotterstrasse zum Dorf unterhalb des Gebirges und dann über Wiesen-Singletrails gelangen wir zurück zum Start. Das ist etwas einfachere Variante. Länge: 70 km, Aufstieg: 1500 hm.

Beide Varianten bieten zahlreiche Highlights. In beiden Fällen werden wir auch einige verlassene und zerstörte Dörfer aus dem letzten Bürgergkrieg sehen – als stumme Erinnerungen an die menschliche Dummheit.

Šator See

Šator See

Tag 4

Der Berg Vitorog ist für den 4. Tag reserviert, eine Gegend, in der wir oft biken. Im Frühling und Herbst – an etwas kühleren Tagen also – steigen wir aus Richtung Glamoc auf. Der Aufstieg beginnt auf Weiden des Glamocko polje auf etwa 800 Hm, die Unterlage ist anspruchsvoll. Kurz vor dem Gipfel auf 1906 m kommen noch Spitzkehren dazu. Der Aufstieg aus Šipovo beginnt auf 450 Hm auf Asphalt 2 bis 3 km entlang dem Fluss Pliva. Er führt durch einen dichten Wald, der den seltenen Vogel Auerhahn beherbergt. Der Weg war früher eine Schmalspur-Bahnlinie. Der Anblick vom Gipfel ist wie immer nur für diejenigen beschreibbar, die schon oben waren. Bei der Abfahrt nach Šipovo trifft man auf die Flüsse Pliva, Janj und Sokočnica. Die Lokalspezialitäten in zahlreichen Restaurant entlang des Flusses Janj sind Kalbsfleisch vom Grill, Hausbrot, dessen Mehl auf traditionelle Art zwischen den Steinen gemahlen wird. Wer will, kann den einheimischen Schnaps probieren. Die anderen können sich mit dem Quellwasser abkühlen. Länge: von 60 bis 100 km, Höhe: 2000 m – je nach Variante.

Der Vitorog Gipfel

Der Vitorog Gipfel

Auf dem Gipfel von Vitorog

Auf dem Gipfel von Vitorog

Tag 5

Cincar erreichen wir aus der Stadt Livno. Erste Kilometer führen durch Weiden, in der Gegend von Kruzi treffen wir mit etwas Glück wilde Pferde. Auf dem alten Römerweg gehts bis zum Punkt, wo die Bikes getragen werden müssen. Die letzten 550 Hm bis zum Gipfel werden so überwunden. Ein paar Passagen dazwischen sind fahrbar. Die Abfahrt ist zuerst nur für ausgewiesene Könner ein Genuss. Der Anblick bietet eine Mischung aus mächtigen Wäldern und Feldern mit vielen Viehställen aus Stein, die aus der Zeit der österreisch-ungarischen Monarchie stammen. In der Ferne sind sogar die Bergspitzen des Adria-Hinterlandes zu erkennen.

Plato Kruzi

Plato Kruzi

Blick vom Cincar auf das Glamočko polje

Blick vom Cincar auf das Glamočko polje

Für weitere Infos und Reservationen:

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